Ich halte an.
Ich bleibe stehen.
Und plötzlich nehme ich wahr, wie schnell die Welt an mir vorbeizieht.
Autos, die an mir vorbeirasen.
Das Piepen an der Kasse.
Menschen, die in ihre Handys starren. (Ich bin auch dieser Mensch!)
Blicke, die leer wirken.
Meine Brust wird eng.
Mein Atem flach und schnell.
Etwas in mir beginnt zu schreien.
Leise. Und gleichzeitig so laut.
Ich will mich befreien.
Von was?
Vom Tempo?
Vom Müssen?
Vom Druck?
Von dieser ewigen Eile?
Stehenbleiben.
Es ist wie ein Ruf.
Wie ein Erinnern:
Du darfst aussteigen.
Du darfst spüren.
Du darfst einfach sein.
Und dann:
Ein Atemzug, der ein wenig tiefer geht.
Ein Sonnenstrahl auf meiner Wange.
Das sanfte Rauschen der Bäume.
Meine Füße, die über weiches Gras gehen. Ein Vogel, der singt.
Ein Moment, indem alles langsamer wird.
Vielleicht ist genau hier-wo ich nicht weitergehe-
der Anfang von etwas, das mich zurückführt.
In mein Sein.
In meine Wahrheit.
In mein Tempo.